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NUnit mit .NET 4.0 Assemblies verwenden

July 19th, 2010 Bernd 2 comments

lightbulb Bei unseren Projekten stellen wir gerade von Visual Studio 2008 auf Visual Studio 2010 mit .NET 4.0 um. Der Umstieg läuft recht problemlos. Die Unittests sind alle mit dem NUnit Unittest Framework entwickelt. Ein kurzer Blick auf die NUnit Homepage zeigt, dass die aktuelle Version 2.5.5 mit .NET 4.0 funktioniert. Also, Version runtergeladen, entpackt und alles kompiliert noch. Als Entwickler verwende ich den Unittestrunner von Resharper. Und siehe da, alle Tests laufen noch und sind grün. Perfekt!

Auf dem Buildrechner sieht es leider nicht so gut aus. Die Unittests laufen überhaupt nicht mehr. Dort werden die Tests mit dem Consolerunner von NUnit ausgeführt. Ein Aufruf desselben auf meinem Rechner bringt folgende (bzw. eine ähnliche) Ausgabe:

Execution Runtime: net-2.0
Unhandled Exception:
System.BadImageFormatException: Could not load file or assembly ‘C:\Users\Bernd\documents\visual studio 2010\Projects\SomeProjects\SomeProject.Unittests\bin\Debug\SomeProject.Unittests.dll’ or one of
its dependencies. This assembly is built by a runtime newer than the currently loaded runtime and cannot be loaded.
File name: ‘C:\Users\Bernd\documents\visual studio 2010\Projects\SomeProjects\SomeProject.Unittests\bin\Debug\SomeProject.Unittests.dll’

Was ist da los?

Die NUnit Assemblies selbst sind mit .NET 2.0 kompiliert. Der Consolerunner von NUnit läuft also auch mit der CLR 2.0 und kann somit keine Assemblies laden, die mit .NET 4.0 erstellt wurden. Glücklicherweise haben die Entwickler von NUnit genau für diese Fälle einen Kommandozeilenparameter für nunit-console.exe eingebaut. Mit dem Schalter “/framework” kann man angeben mit welcher .NET Runtime die Test ausgeführt werden sollen. Der korrekte Aufruf lautet also:

nunit-console.exe /framework:v4.0.30319 bin\Debug\SomeProject.Unittests.dll

Jetzt tritt keine Exception mehr auf und die Tests laufen auch auf der Console sauber durch.

Der Schalter war übrigens vor dem Umstieg (es wurde .NET 3.5 SP1 verwendet) nicht notwendig, da .NET 3.5 dieselbe CLR wie .NET 2.0 verwendet.

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WPF 4.0 – Verbesserungen beim Textrendering

November 13th, 2009 Bernd No comments

Am 22. März 2010 wird Visual Studio 2010 als finales Produkt verfügbar sein. Damit ist auch eine neue Version des .NET Frameworks verbunden, .NET 4.0. Auch für WPF Entwickler wird so einiges Neues in .NET 4.0 enthalten sein. Lester Lobo stellt auf seinem Blog in der Reihe “New WPF 4 Features” die wichtigsten Neuerungen vor.

Natürlich will ich nicht alles von Lester wiederkauen, aber eine Neuerung möchte ich doch herausstellen. Bei bisherigen WPF Anwendungen ist die Darstellung von Text mit kleiner Schrift teilweise etwas (manche sagen sogar sehr) unscharf. Der Artikel Textclarity in WPF auf windowsclient.net geht ziemlich gut auf diese Problematik und mögliche Workarounds ein. In .NET 4.0 ist es nun möglich das Textrendering mit zwei attached properties zu beeinflussen.

TextOptions.TextFormattingMode kann mit zwei unterschiedlichen Werten belegt werden. Einmal mit Ideal, was dem bisherigen WPF Textrendering entspricht oder mit Display, was die Darstellung bei kleinen Schriftarten schärfer aussehen lässt.

TextOptions.TextRenderingMode legt den Algorithmus für das Antialiasing fest und kann die Werte Auto, Aliased, Greyscale oder ClearType haben.

Der folgende Screenshot zeigt einige der Einstellungen für kleine und große Schrift:

WPF4TextImprovements

Bei der kleinen Schrift sieht man eine deutliche Verbesserung der Lesbarkeit des angezeigten Textes. Das unscharfe, verwaschene Schriftbild ist einer klaren Darstellung gewichen, was vorallem bei Businessanwendungen mit WPF sehr wichtig ist. Wer jetzt schon die neuen Features von .NET 4.0 ausprobieren möchte, kann sich weiterhin die Beta 2 von Visual Studio 2010 hier herunterladen.

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